Pfingstregatta an der Müritz

Drei Piratenteams aus unserem Verein sind gemeinsam mit einem Team aus dem Gothia zur 73. Pfingstregatta des Röbeler Segler-Vereins „Müritz“ gefahren. Mit drei Autos, Zelten, vier Piraten und einem Motorboot machten sich neun Jugendliche und Junioren auf den Weg. Direkt bach der Ankunft wurden die Boote abgeladen, Zelte aufgebaut und dann gemeinsam mit anderen Seglerinnen und Seglern gegrillt.

Die traditionelle Pfingstregatta erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Jahr konnte in acht Bootsklassen gemeldet werden: Optimist, Pirat, Ilca 4 und 6, Europe, Seggerling, 420er und Yardstick-Ausgleicher. Insgesamt gingen 112 Boote an den Start – ein neuer Rekord. Allein Piratenteams traten gegeneinander an.

Nach der Steuerleutebesprechung Samstagmorgen um 10 Uhr ging es direkt aufs Wasser. Bis zur Startlinie benötigten wir allerdings wegen des schwachen Windes fast eine Stunde. Dazu kamen sommerliche Temperaturen von rund 25 Grad. Deshalb wurde der erste Start schließlich eine Stunde später als geplant durchgeführt.

Die Piraten starteten mit fünf anderen Bootsklassen auf derselben Bahn, was durchaus anspruchsvoll war. Direkt nach den Yardstick-Ausgleichern mit einem Faktor unter 103 gingen die Piraten als zweite ins Rennen. Gesegelt wurde ein Up-and-Down-Kurs mit Gate über zwei Runden. Durch die vielen Bootsklassen auf dem Kurs war die Strecke entsprechend lang.Nach insgesamt sechs Stunden auf dem Wasser und zwei gesegelten Wettfahrten wurden die weiteren Rennen des Tages abgesagt. Zurück ging es im Schlepp in den Hafen. Dort warteten bereits Grill und Getränke und gute Gelegenheiten, die bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen Revue passieren zu lassen.

Der Umstieg vom Teeny auf den Piraten ist nicht einfach. Man muss man sich nicht nur an ein neues Boot gewöhnen, sondern bei einem Piraten gibt es auch deutlich mehr Trimm-Möglichkeiten. Noch größer ist allerdings die Konkurrenz: Während im Teeny meist gegen Gleichaltrige gesegelt wird, treffen unsere jungen Teams im Piraten – ab etwa 15 Jahren – auf sehr erfahrene Seglerinnen und Segler, die oft schon seit Jahrzehnten in dieser Bootsklasse unterwegs sind. Andere Jugendteams unter 22 Jahren waren jetzt leider nicht am Start; die jüngste Konkurrenz war mindestens zehn Jahre älter. Abends wurde noch gemeinsam an den Booten gearbeitet, getrimmt und anhand von Bildern analysiert, was am nächsten Tag verbessert werden könnte.

Am Sonntag stand dann traditionell die Langstreckenregatta an. Wie am Vortag starteten die verschiedenen Bootsklassen nacheinander in eigenen Gruppen. Diesmal führte der Kurs einmal quer über die Müritz in einem langen Up-and-Down-Kurs. Glücklicherweise gab es deutlich mehr Wind und trotzdem weiterhin Sonne. Nach rund zwei Stunden Segelzeit erreichten wir unter Spinnaker das Ziel und fuhrend danach in den Hafen. Noch vor der Siegerehrung wurden die Boote abgebaut und verladen. Auuch die Zelte mussten noch abgebaut und der letzte Abwasch erledigt werden.

Am Ende belegten unsere Teams zwar die letzten vier Plätze, doch das Ergebnis erzählt nicht die ganze Geschichte. Das Wochenende hat deutlich gezeigt, woran wir arbeiten und trainieren müssen, vom richtigen Segel- und Bootstrimm bei unterschiedlichen Windbedingungen bis hin zur Taktik auf dem Wasser. Trotz der starken Konkurrenz war es daher ein schönes und lehrreiches Wochenende.

Laura Velleman

Ergebnisse der PSB-Teams: 20. Leonora Gerlach/Max Andre, 21. Moritz Klein/Leon Woznitzka, 22. Helena & Theresa Köther