Am letzten Aprilwochenende starteten unsere Piratenteams beim Willi-Möllmer-Gedächtnispreis, ausgerichtet vom Segler-Club Oberspree, in die Regattasaison. Bei strahlendem Sonnenschein stellten kräftige Böen bis zu 7 Beaufort sowie ständig drehende Winde gleich bei der ersten Regatta des Jahres hohe Anforderungen an Konzentration und seglerisches Können.
Insgesamt gingen 13 Boote an den Start, darunter vier Teams unseres PSB24. Gemeinsam machten wir uns am Morgen auf den Weg zur Großen Breite und man kann wohl sagen: Warmgesegelt waren wir definitiv, als wir dort ankamen.
Für unsere jungen Seglerinnen und Segler bedeuten Piratenregatten eine ganz neue Herausforderung. Während sie in der Teeny-Klasse sehr erfolgreich gegen Gleichaltrige segelten, treffen sie im Piraten auf ein breites Teilnehmerfeld aus Junioren und erfahrenen Erwachsenen, die gefühlt ihr halbes Seglerleben in dieser Bootsklasse verbracht haben.
Zwar sorgen guter Trimm und regattataugliches Material grundsätzlich für vergleichbare Voraussetzungen; und besonders bei leichtem Wind haben unsere 16- bis 25-Jährigen durchaus Vorteile. Doch bei starken Wind und Böen bis 7 Beaufort geraten unsere Teams körperlich schnell ins Hintertreffen.
Nach drei anspruchsvollen Wettfahrten im engen Feld belegten die PSB-Teams zunächst die hinteren vier Plätze. Die Hoffnungen richteten sich daher auf den zweiten Regattatag: Zwei weitere Wettfahrten waren geplant, und die Vorhersage versprach deutlich weniger Wind.
Der Wind ließ tatsächlich nach, allerdings dann zu sehr. Nach rund zwei Stunden Warten auf dem Wasser und mehreren vergeblichen Startversuchen musste die Wettfahrtleitung die Regatta für den Tag beenden. Ständig drehende Winde und fehlende konstante fünf Knoten Wind machten faire Rennen unmöglich. Zusätzlich erschwerte die gemeinsame Nutzung der Bahn mit fünf weiteren Bootsklassen die Situation für die Wettfahrtleitung erheblich.
Trotz der anspruchsvollen Bedingungen hatten alle viel Freude auf dem Wasser und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Für das älteste Boot im Feld erhielten wir erneut den Wanderpokal „Altes Beil“ – leider aber auch das „Rote Beil“ für den letzten Platz. Irgendjemand muss am Ende hinten liegen, und manchmal trifft es einen eben selbst. Das ist in solchen Momenten bitter, bietet aber zugleich die beste Grundlage, um sich weiterzuentwickeln. Also: Kopf hoch, zurück in den Piraten, trainieren, Kraft aufbauen und dann werden wir uns Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Laura Velleman
Ergebnisse der PSB-Teams: Platz 10: GER 4022 Moritz Klein & Leo Wosnitzka Platz 11: GER 4518 Helena Köther & Theresa Köther Platz 12: GER 3833 Simon Karschner & Mina Tratar (SCG) Platz 13: GER 4527 Leonora Gerlach & Max Andre
