Am Mittwoch vor Himmelfahrt sind wir nachmittags mit dem Vereinsbus nach Malente gefahren, wo traditionell immer an dem langen Wochenende auf dem Kellersee ein Teeny-Trainingslager mit anschließender Regatta stattfindet. Wir
hatten schon bei der gemeinsamen Anreise viel Spaß. In Malente waren die Zelte schon aufgebaut, weil es sonst zu spät geworden wäre. Wir halfen noch beim Abladen der Bierzeltgarnitur und hatten dann ein schnelles Abendessen. Die erste Nacht war noch sehr kalt und etwas unbequem. Für viele war es die erste Übernachtung überhaupt in einem Zelt und das auf hartem Boden.
Am Donnerstag mussten wir schon früh aufstehen und gleich nach dem Frühstück die Boote aufbauen, also sie vom Hänger abladen, aufriggen und auftakeln. Danach gab es eine Einteilung in Gruppen. Die verschiedenen Trainer boten unterschiedliche Themen an.
So trainiert man auch mal bei jemand anderem. Es gab eine Anfängergruppe, eine Gruppe für Spi-Anfänger, Fortgeschrittene und die Top 15 mit den besten Segler:innen. Mila und ich kamen erst in die Anfängergruppe, weil wir erst dieses Jahr vom Opti in den Teeny umgestiegen sind. Doch war schnell klar, dass wir in eine fortgeschrittenere Gruppe sollten. An diesem Tag stand ich dann auch das erste Mal im Trapez, was mir viel Spaß gemacht hat.
Leider ging es in der Mittagspause Margarethe und Mila nicht gut, weshalb ich dann mit Friederike gesegelt bin. Für mich war es aber sehr lehrreich, da ich von Friederike viele neue Sachen gelernt habe.
Am Freitag konnten wir etwas länger schlafen. Mila und Margarete ging es zum Glück besser und wir konnten wieder gemeinsam rausfahren. Die erste Einheit hatte etwas Sonne und Wind, um noch für die erste Wettfahrt der Teeny-Trophy, die am Nachmittag begann, üben zu können. Wir sind alles noch einmal durchgegangen: den Kurs um die Tonnen, den Spi auf- und bauen und so weiter. Es funktionierte eigentlich alles gut.
Nach dem Mittagessen wurde alles zur Regatta erklärt. Die Startlinie und die Tonnen wurden ausgelegt, doch leider gab es zwei Startverschiebungen. Mila und ich sind auch einmal zu früh über die Linie gefahren und mussten noch einmal eintauchen, aber das war weiterhin nicht schlimm. Dann endlich konnten wir losfahren. Wir hatten einen super Start und waren viele Minuten auf dem ersten Platz. Doch dann wurden wir leider immer weiter durchgereicht bis auf einen der letzten Plätze. Naja, das ist ja erst unsere erste Teeny-Saison. An diesem Tag gab es nur eine Wettfahrt.
Den ganzen Tag auf dem Wasser
Am Samstag sollte es anstrengend werden, da wir den ganzen Tag auf dem Wasser verbringen würden einschließlich der Mittagspause, für die wir eigens Essen einpackten. Wir sind rausgefahren, aber bald war kein Wind mehr da.
Später zogen starke Böen über das Wasser, dabei sind wir einmal gekentert. An diesem Tag hatte ich fünf Schichten an – Skiunterwäsche, darüber Trockenanzug, Trapezweste, Schwimmweste und noch eine Regenjacke. Ich konnte mich damit im Wasser kaum bewegen. Trotzdem war mir so kalt, dass wir reingefahren sind, was irgendwie blöd war. Dann bin ich auch noch in einer Schot hängen geblieben, wodurch mein Knie schmerzte. Mila bekam dann einen anderen Segelpartner aufs Boot und ist weitergesegelt. Ich habe sie vom Steg mit einem Fernglas beobachtet und bin stolz, denn sie haben das sehr gut gemeistert. Viele sind gekentert oder voll gelaufen. Abends gab es Sandwiches, auch waren wir noch auf den Spielplatz nebenan. Dort hatten wir viel Spaß mit Kindern aus anderen Vereinen. Die Nacht von Samstag auf Sonntag war angenehm, es war nicht mehr so kalt und ich hatte mich an den harten Boden gewöhnt.
Am Sonntag, dem letzten Tag, hatten wir noch ein paar Wettfahrten vor uns. Mir ging es besser und ich fuhr wieder mit raus. Es gab wieder Startverschiebungen, aber nachdem es endlich los ging, hatten Mila und ich immer rund 20 der insgesamt 34 Boote hinter uns. Wir waren oft ganz vorn. Irgendwann sind wir aber wieder nach hinten gerutscht, weil unser Spi verdreht war und wir den erst wieder klarieren mussten. Kann passieren. Weil viel Wind war, konnte ich viel im Trapez stehen, das hat mir wieder großen Spaß gemacht. Die Bahn wurde abgekürzt mit der Flagge S (Sierra), also einer quasi umgedrehten Flagge P (Papa), also jetzt innen blau und außen weiß. Auf dem Weg zum Hafen sind wir fast wieder gekentert. Ich bin schnell ins Trapez gegangen, worauf sich das Boot wieder aufgerichtet hat.
Nach dem Abbauen und Verladen der Boote gab es noch ein gemeinsames Abschiedsfoto, dann ging es wieder Richtung Berlin. Ich fand die Zeit superschön, habe viel gelernt und freue mich auf nächstes Jahr. Pia Marek
Ergebnisse der PSB-Teams: 8. Bruno Becher/Jarno Roggensiek, 16. Friederike & Margarete Nöding, 29. Mila Sperr/Pia Marek
